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Präventionsprogramm ´Gewalt-Sehen-Helfen` (GSH) im Landkreis Marburg - Biedenkopf

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Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Universitätsstadt Marburg sind der landesweiten Kampagne „gegen das Wegschauen“ im April 2008 beigetreten. Im November 2009 tagte die Initiativgruppe Gewalt – Sehen - Helfen im Kreishaus. Die Initiativgruppe besteht aus Mitgliedern des Kreispräventionsrates, der VHS, ausgebildeten GSH - Multiplikatoren und Vertretern örtlicher Präventionsräte.

Angesicht der jüngsten tragischen Vorfälle in München–Solln und Frankfurt, aber auch der in unserer Region registrierten Gewalttaten im öffentlichen Raum, weist die Initiativgruppe nochmals auf das Seminarangebot bei den Volkshochschulen des Landkreises und der Stadt Marburg hin.

Immer wieder liest oder sieht man in der Berichterstattung, dass gut gemeinte Hilfe dazu führt, dass der Helfer oder die Helferin selbst zum Opfer werden. Das mutige „Dazwischengehen“ führt oft dazu, dass sich die Täter dem Helfer zuwenden und ihn angreifen. Man kann aber auch aus der sicheren Distanz helfen, Öffentlichkeit erzeugen, Hilfe herbeirufen oder sich nur als Zeuge zur Verfügung stellen. In zahlreichen Fällen hat auch das Opfer selbst sich falsch verhalten, um den Konflikt nicht eskalieren zu lassen, frühzeitig aus dem Konflikt „auszusteigen“ oder ihm vollständig dem Wege zu gehen. In den GSH - Kursen wird einfach verständliches Wissen vermittelt, wie man sich in bedrohlichen oder gewalttätigen Situationen richtig verhält, um anderen zu helfen und dabei selbst nicht zu Opfer zu werden.

Informationen zum Programm erhalten Interessierte unter: Geschäftsstelle des Kreispräventionsrates, Herr Döhler, Tel. 06421/405 1520, Polizeipräsidium Mittelhessen, Frau Laucht, Tel. 06421/406 309, Stadt Marburg, Herr Grün-Fischer, 06421/201 831.

Informationen zu stattfindenden Lehrgängen gibt es bei den Volkshochschulen: Landkreis Marburg-Biedenkopf 06421/405 6710 und Stadt Marburg 06421/201 246.

Nachricht vom 21.2.10 17:17

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